Rolle der Erzieherin

In der Reggio-Pädagogik nimmt die Erzieherin im Wesentlichen drei Rollen ein: die Begleiterin, die Forscherin und die Zeugin. Die Rollen distanzieren sich klar von der traditionellen Rolle der anleitenden Erzieherin. Wir verstehen uns als Entwicklungsbegleiterin und Beobachterin der Kinder und versuchen tagtäglich heraus zu finden, was die Kinder interessiert, was sie begeistert, was sie lernen möchten.
In Bezug auf das Kind bedeutet dies für die Erzieherinnen beispielsweise:
  • auf seine Anliegen, Interessen, Fragen und Wünsche einzugehen
  • es zu ermutigen, seine Meinung zu äußern
  • ihm ernst gemeinte Verantwortung zu übertragen
  • mit ihm zuverlässige Absprachen zu treffen
  • ihm Werte zu vermitteln und vorzuleben
  • verlässlich und konsequent zu sein
  • authentisch zu sein (Klarheit in Wort und Handlung)
  • für eine sichere und entspannte Atmosphäre zu sorgen
  • seine Interessen anderen gegenüber zu vertreten
  • es an Entscheidungen partizipieren zu lassen
  • bei Konflikten, die für es offensichtlich unlösbar sind, ihm beratend zur Seite stehen und mit ihm gemeinsam Lösungsmöglichkeiten erarbeiten
Wichtiger Anspruch der Reggio-Pädagogik ist: Man will die Kinder nicht belehren, sondern sie bei ihren Lernschritten begleiten.